Best Practice: Frauen für die IT-Branche begeistern

Die IT-Branche braucht mehr weibliche Fachkräfte! Unser Ziel ist es die Frauenquote in unserem Unternehmen zu erhöhen. Wir haben Tipps zur Gewinnung weiblicher IT-Fachkräfte zusammengestellt, um dem Frauenmangel in der IT entgegenzuwirken.

Weg von Klischees

Technikverliebte Nerds, die bei Cola und Pizza komplexe Softwareprogramme austüfteln, gehören zum Steinzeitalter der IT. Heute ist in den meisten Unternehmen wie auch bei Adacor ein anderer Typ gefragt: Kommunikative Menschen, denen Teamwork wichtig ist und die neugierig auf Veränderungen sind. Denn agile Arbeitsweisen wie Kanban und Scrum verändern unsere Anforderungen und damit die Berufsbilder in der IT.

Kommunikations- und Teamfähigkeit sind nur zwei Eigenschaften, die man Frauen in besonderem Maße zuschreibt und die IT-Fachkräfte heutzutage mitbringen müssen. Wer über die Fähigkeit verfügt lösungsorientiert und kreativ Herausforderungen anzugehen, offen für neue Ansätze ist und die Bedürfnisse seines Teams erkennt, hat in der IT gute Karten. Frauen haben also beste Aussichten in der IT-Branche. Der Anteil der weiblichen Beschäftigten in der IT steigt langsam an, da sich Frauen stärker als vor einigen Jahren für Themen wie Cloud, Hosting und Digitalisierung interessieren. Allerdings sind es immer noch viel zu wenige!

IT-Branche: Frauen in der Unterzahl

Im IT-Bereich sind Frauen deutlich in der Unterzahl: Laut der Studie „Frauen in der Internetwirtschaft“ sind je nach Position nur rund 10 bis 20 Prozent der Bewerbenden auf eine IT-Stelle und nur 16 Prozent der IT-Spezialisten Frauen. Beim Studium sieht es noch düsterer aus: Hier sank laut einer Befragung des Digitalverbands Bitkom im Jahr 2017 die Quote der Frauen im Informatik-Erststudium leicht auf 28,9 Prozent. Und nur 19 Prozent der Absolventen waren weiblich.

Dabei stellen sich folgende Fragen:

  • Wissen Frauen überhaupt, wie spannend die IT ist und welche großen Chancen sie auf dem Arbeitsmarkt als IT-Fachkraft haben?
  • Wo finden Unternehmen IT-begeisterte Frauen?

Auch bei Adacor sind die meisten IT-Spezialisten Männer. Dennoch beschäftigen wir mehr Frauen in der IT als im Bundesdurchschnitt. Zum 1. August 2019 konnten wir sogar eine weitere Auszubildende für die Softwareentwicklung gewinnen. Eine Seltenheit, denn nach Angaben von statista sind aktuell nur neun Prozent der Auszubildenden in IT-Berufen Frauen.

Bedarf an weiblichen Fachkräften in der IT steigt

In der agilen Arbeitswelt der IT-Branche steigt der Bedarf an weiblichen Fachkräften. Agile Methoden wirken sich entscheidend auf die Führungskultur aus. Scrum, Kanban und Co. erfordern eine unterstützende Führung damit Teams autonom arbeiten können. Deshalb praktiziert Adacor aktiv das Konzept des Servant Leadership: Führungskräfte dienen (von Englisch „to serve“) den Mitarbeitenden, sie erkennen ihre Stärken an und unterstützen sie beim Entfalten und Wahrnehmen ihrer Aufgaben. Ein Team zu befähigen, sein Bestes zu geben, steht hier an erster Stelle. Manager*innen benötigen dafür eine große Portion Empathie und Kommunikationsstärke – Eigenschaften, die häufig Frauen zugeschrieben werden. Hinzu kommt die schon länger bekannte Tatsache, dass gemischte Teams erfolgreicher arbeiten. Es gibt also viele Gründe, die Diversität in Teams zu fördern.

Tipps: Bewerberinnen für die IT-Branche gewinnen

So sprechen wir bei Adacor Bewerberinnen an

In der Kommunikation mit unseren Bewerbenden legen wir großen Wert auf eine genderneutrale Sprache. Gendern und Gleichstellung gehen Hand in Hand, denn Sprache beeinflusst unser Denken und Handeln. In unseren Stellenanzeigen wählen wir außerdem gezielt Schlagworte, die Frauen ansprechen. Adjektive wie durchsetzungsstark, offensiv oder analytisch sprechen eher Männer an. Frauen reagieren auf Begriffe wie engagiert, verantwortungsvoll oder gewissenhaft. Männer bewerben sich meist auch auf Stellen, bei denen sie vielleicht nur 70 Prozent der ausgeschriebenen Anforderungen erfüllen. Nicht so „Frau“: Sie nimmt sich selbst eher als nicht ausreichend qualifiziert wahr und bewirbt sich nicht.

Die 3 besten Tipps, um Bewerberinnen noch besser zu erreichen

  1. Aktive Kandidatinnen-Ansprache an Uni & Co.
    Frauen mit IT-Know-how für die Besetzung von Stellen als Systemadministratorin, Engineer oder Softwareentwicklerin sind in Universitäten und Fachhochschulen zu finden. Große Unternehmen und Konzerne rekrutieren schon lange Absolventinnen renommierter Hochschulen wie der Technischen Universität (TU) München, der RWTH Aachen oder der TU Darmstadt. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wie Adacor werden an diesen Hochschulen kaum fündig. Für sie empfiehlt es sich, den Fokus auf lokale Hochschulen zu legen. Kleineren Einrichtungen wie die Universität Paderborn oder die Fachhochschule Dortmund bieten spezielle, technikorientierte Programme oder Rahmenveranstaltungen, die besonders für Frauen attraktiv sind. Außerhalb der Bestenlisten lohnt sich also auch die Recherche an Hochschulen mit einer hohen Frauenquote im Studiengang Informatik. Um einen Fuß in die Tür zu bekommen, ist es eine gute Möglichkeit, Werkstudentenjobs anzubieten oder Forschungsprojekte mit Universitäten durchzuführen.
  2. Netzwerke knüpfen
    Netzwerke sind für das Recruiting Gold wert. Zum einen können Unternehmen in bestehenden Communities mit Bewerberinnen in Kontakt treten: Dazu zählen Meetups, technische (IT)-Gruppen (z. B. via Xing oder LinkedIN) oder speziell auf Frauen ausgerichtete Gruppen wie das Women IT Network oder Geekettes. Damit verbundene Netzwerktreffen bieten interessierten Frauen die Möglichkeit, aus erster Hand mehr über ein Unternehmen zu erfahren. Nicht selten kommt es so zu Kontakten, die am Ende zur Einstellung neuer IT-Mitarbeiterinnen führen. Einmal im Unternehmen beschäftigt, können Frauen in den Netzwerken ihre Ideen mit Gleichgesinnten teilen und sich neue Anreize für den Job holen. Für Unternehmen, die sich nicht auf eine bestehende Plattform beschränken wollen, gibt es einen weiteren Weg: selbst ein Frauennetzwerk gründen. Ein erfolgreiches Beispiel für ein eigenes Netz ist das Women Entrepreneur Network der Firma Dell. Eine weitere gute Möglichkeit, das Unternehmen und seine Kultur bei der Zielgruppe zu positionieren, ist Host für eine relevante Meet-up-Gruppe zu werden.
  3. Kontakte zu Organisationen und Verbänden aufbauen
    Auch Kontakte zu Organisationen wie Industrie- und Handelskammern oder Verbänden sind hilfreich, wenn es um die Ansprache von Frauen für IT-Berufe geht. So haben wir bei Adacor zum Beispiel einen Vortrag bei der Veranstaltung der IHK Offenbach „New Work – die Zukunft der Arbeit“ gehalten. Der Bitkom e. V. oder der Bundesverband IT-Mittelstand bieten Fachgruppen und Veranstaltungen an, die das Thema Frauen in der IT zum Thema machen und interessierte Bewerberinnen potenziellen Arbeitgeberunternehmen in Kontakt bringen. Außerdem veröffentlichen die Mitgliedsunternehmen regelmäßig aktuelle Daten und Ergebnisse aus Untersuchungen, Studien und Umfragen – oft eine gute Basis, um die eigene Strategie, mehr Frauen zu gewinnen, auszuarbeiten. Das Thema liegt im Trend und ist deshalb auch auf Fachmessen und -kongressen im Tech-Umfeld zu finden. Unternehmen, die ihre (IT)-Frauen zu solchen Events entsenden, bietet sich eine weitere Möglichkeit mit potenziellen Bewerberinnen in Kontakt zu kommen.

Ausblick: Frauen für IT-Branche bestens qualifiziert

Noch sind Frauen im IT-Studium und als Bewerberinnen oder bereits beschäftigte IT-Fachkräfte in der Unterzahl. Doch sie bringen die richtigen Qualifikationen mit, um in der modernen, agilen Arbeitswelt der IT-Branche erfolgreich zu sein: Dazu zählen – neben fachlichen Kompetenzen – vor allem Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie Empathie. Zudem arbeiten gemischte Teams erfolgreicher. IT-Unternehmen können es sich deshalb nicht mehr leisten, im Durchschnitt nur rund 17 Prozent weibliche Fachkräfte zu beschäftigen. Sie sollten handeln und aktiv Bewerberinnen ansprechen: Dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten wie beispielsweise Benefits, die auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgelegt sind, passende Formulierung in Stellenanzeigen, die Ansprache von Studierenden oder Aktivitäten in Netzwerken.

Unternehmen realisieren allmählich, welche Chancen ihnen ohne die Beschäftigung weiblicher IT-Kräfte entgehen. Die IT-Branche löst sich immer mehr von ihren alten Strukturen und Ausrichtungen. Die Zeit ist reif, dass Frauen hier ihren Platz zu finden. Dazu sollten sie aber auch mutiger werden und auf ihre Leadership-Qualitäten vertrauen. Auch wenn eine Stellenausschreibung nicht 100-prozentig mit den bisher erworbenen Kompetenzen übereinstimmt, lohnt sich häufig der Mut zur Lücke. Die Ellenbogenmentalität hat genauso wie der Perfektionismus ausgedient. Heute und künftig führen diejenigen erfolgreich ein Team, die sich in der agilen Arbeitswelt wohlfühlen. Und Frauen sind dafür bestens qualifiziert.

Auf einen Blick – Mehr Frauen für die IT-Branche begeistern:

  1. Eine familienfreundliche Unternehmenskultur aufbauen und attraktive Benefits anbieten
  2. Genderneutrale Sprache sowie ansprechende Adjektive in Stellenanzeigen
  3. Potenzielle Kandidatinnen an Hochschulen ansprechen
  4. An Aktivitäten in Communities teilnehmen oder ein eigenes Frauennetzwerk gründen
  5. Mit Organisationen und Verbänden zusammenarbeiten
  6. Das Unternehmen auf Fachmessen präsentieren

Familienfreundliches Unternehmen: Adacor ist ausgezeichnet!

Starte deine Karriere mit uns in der IT
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In 2020 erreichten wir beim Wettbewerb „Great Place to Work“ Platz 15 der besten Arbeitgeber in Deutschland in der Größenklasse 50–100 Mitarbeitende – für den besten Arbeitgeber in Hessen haben wir sogar den 5. Platz erreicht und in der ITK Platz 7.

Des Weiteren wurden wir für unsere Maßnahmen zu Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Gleichstellung im Arbeitsleben von einer Jury der Stadt Offenbach als eines von acht Unternehmen als „Familienfreundliches Unternehmen 2019“ prämiert.

Es folgten zwei weitere Ehrungen: Von der Zeitschrift Brigitte wurde Adacor mit vier von fünf möglichen Sternen als einer der 120 besten Arbeitgeber für Frauen deutschlandweit ausgezeichnet. Das Familienmagazin ELTERN vergab sogar die bestmögliche Bewertung – fünf von fünf Sternen. Mit diesem Ergebnis zählen wir zu den 98 besten Unternehmen im Ranking. Die beiden Auszeichnungen belegen, wie intensiv wir Mitarbeitende mit Familien unterstützen und wie stark wir uns dafür einsetzen, Frauen für unsere IT-Positionen im Unternehmen zu begeistern.

Alle, die sich von diesen Benefits und Vorteilen angesprochen fühlen und auf der Suche nach einem spannenden Job sind, werden vielleicht auf unserem Jobportal fündig.

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Wir helfen gerne weiter.

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